Crowdfunding für die SpielRaumStadt

Turit Fröbe hat ein neues Projekt ins Leben gerufen: Die „SpielRaumStadt“ – Baukulturvermittlung für Kinder. Während der von ihr geprägte „liebevolle Blick“ auf vermeintliche Bausünden sich erst mal an Erwachsene richtete, nimmt sie nun die Kinder in den Blick. Das Konzept SpielRaumStadt ermuntert Kinder, ihre Umgebung spielerisch neu zu betrachten, z.B. mit Hilfe eines Stadtforscher-Kartenspiels, auf dem auf jeder Karte eine Frage steht zu einer Situation, die sich im Stadtraum wiederfindet. Eine tolle Beschreibung der Idee und Vorgehensweise ist gestern in der WELT erschienen.

Mich persönlich macht das Thema „Architektur und Schule“, seit einigen Jahren auch von den Architektenkammern gefördert, immer etwas müde. Baukultur ist komplex, einfach und wunderschön. Sie ist überall und die Prägung, die von ihr ausgeht, ist hintergründig und trifft uns im Unterbewusstsein. Diesen Blick zu vermitteln, der eher ein Gefühl für Häuser und Situationen ist, endet in der Schule oft in „Wie-sieht-mein-Traumhaus-aus?“-Wettbewerben, Pappmacheé-Orgien oder bestenfalls in der Vermittlung der Säulenordnungen. Dabei reicht es, den Kindern die richtigen Fragen zu stellen und ihre Antworten nicht zu bewerten – ein offenes Konzept.

Auf Startnext läuft zur SpielRaumStadt eine Crowdfunding-Kampagne mit dem Ziel, ein Buch und das „Stadtforscher“-Kartenspiel inkl. Entdeckungsheft zu produzieren. Alle Unterstützer/innen erhalten schöne Dankeschöns, z.B. Stadtforschungs-Aufträge per Email oder eine Stadtwanderung. Werdet Fans oder besser noch Unterstützer – und tragt das Projekt in eure Netzwerke! Es läuft noch nur bis zum 16. April 2016.