Baukultur, Paderborn meets Bundesstiftung Baukultur

Am 12. Juni 2014 veranstaltete der Förderverein der Bundesstiftung Baukultur sein Offenes Forum Baukultur, in diesem Jahr zum Thema Regionale Vielfalt, Identität und Engagement. Strategien für mehr Baukultur. So flatterte mir im Frühjahr die Anfrage ins Haus, Blog und Initiative in einem Kurzvortrag vorzustellen. Ja, aber sehr gerne!

So war ich mit 5 anderen bundesweiten Initiativen geladen – als einzige ‚Bloggerin für Baukultur‘. Die beabsichtigte regionale Vielfalt entpuppte sich auch als eine solche – der Auftritt aller sechs ReferentInnen brachte eine große Bandbreite zum Vorschein, die ich euch hier nicht vorenthalten möchte. Begleitet von einem Ausblick zur Baukultur durch den Vorsitzenden der Bundesstiftung Baukultur, Reiner Nagel, wurden folgende Ideen und Projekte vorgestellt:

Als weiterer Vertreter aus NRW war Martin Schmidt, Geschäftsführer des Bündnis für regionale Baukultur des LWL aus Münster eingeladen, er berichtete über Aufbau und Aktivitäten des Bündnisses. Eine vielseitige Kampagne stellte Gerold, Präsident der AK Rheinland-Pfalz mit der Initiative Baukultur Eifel vor.

Neue Mitte Schnett

Neue Mitte Schnett

Eine junge Initiative ist die Neue Mitte Schnett, zwei Architekten versuchen, die verlorene Mitte ihres Heimatdorfes neu zu bespielen. Weiterhin präsentierten sich die Jungs der Mensadebatte Weimar, die sogar 10 Thesen für erfolgreiche Baukulturinitiativen mitbrachten – ein Aha-Erlebnis.

Mensadebatte Weimar // Foto: Gilbert Weise

Mensadebatte Weimar // Foto: Gilbert Weise

Als Initiative vor Ort berichtete Tim Tröger von der mittlerweile 10 Jahre bestehenden erfolgreichen Geschichte der Wächterhäuser aus Leipzig – eine einst am Küchentisch entwickelte Idee zur Rettung von leerstehenden Gründerzeithäusern an städtebauliche wirksamen Ecklagen der Stadt, die ich hier bereits früher schon einmal vorgestellt habe. Es war toll, von dem Mitgründereinmal selbst zu hören, wie alles begann und was sich aus dem ersten Ansatz entwickelt hat. Die Zwischennutzungskonzepte von Haushalten e.V. machen nicht zuletzt durch die offene Weitergabe von Erfahrungen Schule. Ein sehr kluger Ansatz, der viel Bausubstanz gerettet hat, und zeigt, dass es den InitiatorInnen um die Sache geht, und nicht um ihren eigenen Benefit. Sucht seinesgleichen (obwohl es einige kommerzielle Nachahmer gibt).

Es war wirklich interessant und bereichernd, meine ehrenamtliche ‚Arbeit für die Baukultur‘, in dieser großen Runde vorzustellen!

|Die Pressemitteilung findet sich hier: PM_Vorstellung Bundesstiftung_180614]