Landesinitiative StadtBauKultur

Am 24. Januar 2014 fand in Form einer Konferenz die Auftaktveranstaltung zur zweiten Dekade der Landesinitiative StadtBauKultur statt. Im ehrwürdigen Hans-Sachs-Haus im Zentrum von Gelsenkirchen fanden sich 250 TeilnehmerInnen ein, um Thesen und Positionen rund um das Thema Bestand anzuhören und zu diskutieren. Das Grußwort von Nordrhein-Westfalens Bauminister Michael Groschek und die Key Note des neuen Geschäftsführers Tim Rieniets bildeten Auftakt und Basis zu Impulsvorträgen und Workshops.

Innenhof Hans-Sachs-Haus

Innenhof Hans-Sachs-Haus

Eine Auswahl hochkarätiger RednerInnen und Podiumsgäste, unter ihnen Muck Petzet, Reinhard Loske und Ira Mazzoni beleuchteten das Thema von der Bestandsaufnahme bis zu Handlungskonzepten von allen Seiten. Die Workshops thematisierten unterschiedliche Aspekte des Umbauens, vom Material über die Entwicklung von Umbau-Typologien bis hin zur Wirtschaftlichkeit. Ein englischsprachiger Workshop beschäftigte sich mit der Ästhetik des Umbauens.

Einen Höhepunkt der Konferenz bildete der Kurzvortrag von Muck Petzet. Das von ihm als Generalkommissar des Deutschen Pavillons der Architekturbiennale in Venedig 2012 kuratierte Thema ‚Reduce, Reuse, Recycle’, in dem er Konzepte der Abfallwirtschaft auf das Bauen überträgt, hat eine unvermindert hohe Relevanz.

Sanierter Konferenzsaal, Hans-Sachs-Haus

Sanierter Konferenzsaal, Hans-Sachs-Haus

Die Landesinitiative startet in ihre zweite Dekade – für 10 Jahre soll im Verbund mit anderen AkteurInnen die Baukultur im Land unterstützt werden. Förderschwerpunkte bilden hierbei praktische Projekte und die Prozesskultur. Das vierköpfige Team hat sich zum Ziel gesetzt, zu jedem der vier Themenfelder UmBauKultur, Wir-Urbanismus, LebensRäume und StadtGespräche eine große Veranstaltung anzubieten. Ziel ist, eine meinungsbildende Diskussion anzufachen und Experten und Beteiligte zu vernetzen.

Alle wichtigen, aktuell in Fachpresse und Foren diskutierten Themen wurden angesprochen oder tangiert. Die Landesinitiative ist mit ihrem Geschäftsführer Tim Rieniets auf der Höhe der Zeit. Zur Lösung der gegenwärtigen (Um)Bauaufgaben, aber auch zur Förderung alternativer Stadtentwicklung können von der Initiative in diesem Format viele Impulse ausgehen. Sehr empfehlenswert!

Alle weiteren Informationen, auch zur Förderung externer Projekte finden sich hier: www.stadtbaukultur-nrw.de.

Einige Originalzitate aus den Diskussionen habe ich getwittert unter www.twitter.com/baukulturpb