SECONDHANDSPACES

Zum Jahresanfang möchte ich wärmstens eine Buchempfehlung loswerden:

Second Hand Spaces, herausgegeben von Michael Ziehl, Sarah Oßwald, Oliver Hasemann und Daniel Schnier, erschienen im Jovis-Verlag 2012, ISBN 978-3-86859-155-2.

Das Buch untersucht grundsätzlich das Thema der Zwischennutzung von Gebäuden und leerstehenden Flächen in der Stadt. Hierbei werden Projekte, Akteure und Hintergründe vorgestellt. Zu Wort kommen die Entwickler des Gängeviertels in Hamburg genauso wie die Gründer des Ungdomshuset in Kopenhagen. Gleichzeitig wird das Thema aber auch von Seiten der Raumtheorie beleuchtet. Hierbei werden bspw. Bezüge zu Michel de Certeau und Martina Löw hergestellt. Der Beitrag von Niko Paech ordnet das Thema als Möglichkeitsraum der Subsistenz in die Nachhaltigkeitsdiskussion ein. Stephan Willinger vom BBSR stellt die Frage nach der Bedeutung der Zwischennutzung als neue Form der  Bürgerpartizipation. Klaus Overmeyer vom Studio Urban Catalyst erläutert Funktion und Wirkung der Zwischnnutzung.

Insgesamt bietet das Buch einen sehr fundierten und ausgewogenen Überblick zum Thema Zwischennutzung und enthebt es vom Bretterbudenbau auf Brachen hin zu einem ernst zu nehmenden Thema der selbstwirksamen Stadtentwicklung.

http://www.secondhandspaces.de