Alleinstellungsmerkmal Paderquellgebiet

Die Stadt Paderborn hat ein Verfahren zur Beauftragung eines „Entwicklungskonzeptes Flusslandschaft Pader“ auf den Weg gebracht, welches zum Ziel hat, die Neugestaltung des Gebietes zu entwickeln.

http://www.competitionline.com/de/ausschreibungen/152590

Die Auswahlkriterien sind u. a. Vergleichbarkeit mit dem Projekt, Erfahrung der Projektleiter und obligatorische Abfragen. Die Qualität der Referenzen spielt im Hinblick auf Ästhetik und Gestaltung keine Rolle. Die Teilnahme ist auch keinem gestalterischen / planerischen Beruf vorbehalten, Zuschlagskriterium ist am Ende der niedrigste Preis.

Fachchinesisch? Die Veröffentlichungstexte entstehen nicht selten im Anwaltsbüro. Dennoch hat die Formulierung der Ausschreibung einen direkten Einfluss auf das Ergebnis der Planung.

In der Praxis habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass diese Kriterien dazu führen, dass Büros mit viel Engagement an diesen Verfahren nicht teilnehmen, da ihre Arbeit nicht wertgeschätzt wird. Dazu kommt, dass sie in der Konkurrenz mit Baufirmen und Geschäftsleuten, die einen Ingenieur passender Erfahrung anstellen, um an dieses Verfahren teilnehmen zu können, preislich nicht mithalten können.

Schade, dass hier kein Verfahren gewählt wurde, in dem vergleichbare Lösungen eingereicht werden. Eine Bürgerbeteiligung wäre hier z.B. auch durch ein Online-Kolloquium möglich, und die Wünsche könnten in die Entwürfe einfließen.

Analog zum Markt- und Domplatz wünsche ich mir auch für das Paderquellgebiet, dass in einem Abwägeprozess eine zukunftsweisende gestalterische Aufwertung entsteht. Schließlich geht es um unser Alleinstellungsmerkmal.